Das Vermächtnis der Dämonen

Mein Erstlingswerk


Mike begegnet im Keller seiner Schule einem leibhaftigen Drachen, der jedoch mit seinem feurigen Atem unglücklicherweise das gesamte Schulgebäude in Brand steckt. Gemeinsam mit dem Drachen Drak muss Mike nun die Flucht ergreifen. Dies ist der Beginn einer Reise, die Mike zu vielen mystischen Orten und Lebewesen führt und sein Leben auf den Kopf stellt.
Unterwegs trifft er auf die Dämonin Lucy, welche sich mit ihm verbündet, um eine Organisation aus Kriegern, die die Weltherrschaft anstrebt, auszuschalten, bevor es für die Menschheit zu spät ist.

ISBN: 978 3746011356 

PREIS: 9,99€


 

 

 

 Fakten zum Buch

  • Covergestaltung und Illustration: Clara Schulze Mönking
  • Erscheinungstermin: 18. Oktober 2017
  • Entstehungszeitraum: 2010-2017
  • Seiten: 240
  • Mit Lexikon der verschiedenen Wesen

►LESEPROBE E-BOOK

Wichtige Charaktere

PRotagonisten

Name: Mike Berg

 

Spezies: Mensch

 

Alter: 16

 

Fähigkeiten: Schwertkampf

Name: Lucy

 

Spezies: Dämon


Alter: 17


Fähigkeiten: Magie (Elementare Zerstörung, Heilung, Schutzschilde)

Name: Drak

 

Spezies: Drache


Alter: ?


Fähigkeiten: Feuer spucken, starker Kiefer, fliegen


Antagonisten

 

Name: Helena

 

Spezies: Dämon


Alter: 26


Fähigkeiten: Magie (Seelenmacht, Seelenfeuer)

Name: Lucifer

 

Spezies: Dämon


Alter: ?


Fähigkeiten: Sensenkampf, Magie (Elementare Zerstörung, Seelensplitter: Dämmerung, Macht der Schöpfung)

Name: Vior

 

Spezies: menschlicher Dämonenjäger


Alter: 469


Fähigkeiten: Magie (Drachenfähigkeiten, Heilung, Elementarkraft und viele mehr), Armbrustschießen


Leseprobe "Das Vermächtnis der Dämonen"

 

Ein letztes Mal sah ich zur Stadt zurück, dorthin, wo sich Lucy befand. Ich seufzte und setzte mich in Bewegung, immer der Karte folgend, jedoch hielt ich auch die Umgebung im Blick, damit ich nicht mit einer Kreatur zusammenstieß, die etwas anderes wollte als knuddeln. Zwar sah ich kaum etwas in dem fahlen Leuchten des Himmelssteins und hinkte noch immer etwas, aber es tat kaum weh. Allerdings war ich mir nicht sicher, wie schnell ich mit dieser Behinderung rennen konnte, falls man mich angriff. 

Während ich so zu dem Fluss wanderte, dachte ich: »Klar gibt das eine gute Story: „Neue Heilerin rettet Kranken, Helfer hat mitten in der Nacht den Gefahren getrotzt!“ und es ist verdammt gut für unsere Bekanntheit, aber trotzdem setzt Lucy hier mein Leben aufs Spiel, nicht ihres.«

Glücklicherweise kam ich ohne Zwischenfälle zum Fluss und suchte rasch die eingezeichnete Stelle, die laut Karte die beste zum Fangen der Blutfische sei. Dort sah ich auch Bewegungen im Wasser, aber ich stand dennoch tatenlos herum. Sicherlich würde ich nicht versuchen, unterzutauchen oder mit den Händen zu fangen. Ich hatte nichts dagegen, völlig unversehrt zu sein. Da mir nichts Besseres einfiel, setzte ich mich hin und begann mit meinem Schwert nach den Schatten in der Tiefe zu stechen. Nach einiger Zeit ohne Erfolg wurde mein Angriff immer unkoordinierter, bis es nur noch ein lustloses Stochern war. Meine Augenlider wurden immer schwerer und ich hatte Mühe, mich wach zu halten. Wenn ich nun einschlief, wusste ich, würde ich keine Waffe mehr besitzen, denn aus dem Fluss holt es nur ein Wahnsinniger für mich raus. Irgendwann war ich sogar für einen Moment eingenickt, doch ich schreckte auf und fasste den Griff wieder, bevor Victa sich in die Tiefen dieses Flusses begab. In dem Moment schoss einer der Schatten aus dem Fluss nach oben und wollte nach meiner Hand schnappen. Der Fisch war so gierig gewesen, dass er geradewegs in meine Klinge raste und sie sich durch seinen Leib bohrte. Ich war hellwach und zog, so schnell es ging, mein Schwert aus dem Wasser.

Ein riesiger Fisch, etwa einen Meter groß, trieb leblos auf dem Wasser in einer Blutlache. Dieser Fisch musste Unmengen an Blut besessen haben, so viel Blut strömte aus ihm heraus. Ängstlich packte ich ihn am Schwanz und zerrte ihn aus dem Wasser. Er war schwer, jedoch nicht so schwer, wie ich erwartet hatte. Ein Großteil seines Gewichts trieb nun wohl im Fluss langsam davon.  Ich sah auf der Karte nach, wie denn so ein Blutfisch auszusehen hatte und merkte, dass ich soeben einen erlegt hatte. Vielmehr hatte er sich selbst erlegt. Da ich keine Ahnung vom Ausnehmen eines Fisches hatte, schnitt ich den Fisch einfach der Länge nach auf und sah, was denn davon die Gallenblase sein könnte. Zum Glück war das gesamte Blut bereits abgeflossen, so konnte ich besser alles anschauen, ohne dass mir literweise Blut entgegenkam.

 

Nach längerer Zeit hatte ich es schließlich hinbekommen, eine der Ampullen mit Gallenflüssigkeit zu füllen. Ich beschreibe es lieber nicht, denn es war eine abscheuliche Angelegenheit, an die ich mich nicht gerne erinnere. 

 

Nun fehlten mir nur noch die Brandbeeren, und dies war der Teil der Aufgabe, vor der ich mich am meisten fürchtete. Ich musste in den Wald. Nicht tief hinein, aber dennoch war es mir unheimlich. Hier auf dem freien Feld hatte ich alles im Überblick und konnte reagieren (naja, zumindest so viel, wie in der Dunkelheit möglich war). Aber im Wald hatte ich nicht die geringste Chance, wenn sich ein Tier anschlich, außerdem gab es dort deutlich mehr Lebewesen. So machte ich mich auf den Weg zu meinem nächsten Ziel. 

 

Kurz bevor ich den Wald betreten wollte, hörte ich ein Brüllen. Ich drehte mich um und versuchte, die Quelle auszumachen. Da sah ich eine massige Gestalt, die aussah wie ein schwarzer Bär, ein paar hundert Meter weit weg. Ich merkte, dass sie gerade dabei war, auf mich loszustürmen. Sie hatte riesige Panzerplatten auf dem Rücken, die wie Schuppen übereinanderlagen. Schnell zückte ich mein Schwert, noch nicht wissend, ob ich nun kontern oder ausweichen sollte. Als die Bestie kurz vor mir war, setzte sie zum Sprung an. Ich duckte mich und machte einen schnellen Schritt nach rechts. Es schien nun alles wie in Zeitlupe zu geschehen. Das Monster flog haarscharf an mir vorbei und ich sah ihm für einen Sekundenbruchteil in das gelbe Auge. Dieser triumphierende Blick gefiel mir ganz und gar nicht.

Noch während ich zur Seite sprintete, flog der lange und echsenähnliche Schwanz des Geschöpfs auf mich zu, genauestens darauf bedacht, mich außer Gefecht zu setzen. Das stachelbesetzte Endstück des Schwanzes prallte ungebremst gegen meine Brust. Doch ich hatte Glück: Die grauen Dornen drangen nicht tief in mein Fleisch, sondern schlitzten nur ein paar kleinere Wunden in meine linke Brusthälfte. Doch der gewaltige Aufprall gegen meine Rippen presste mir die gesamte Luft aus meiner Lunge und schleuderte mich einige Meter weit durch die Luft. Als ich schließlich mit dem Rücken auf dem Boden lag, schnappte ich nach Luft, und meine Brust schmerzte wie verrückt. Das Blut begann, aus den vier 20 cm langen Wunden herauszutropfen. Ich hatte das Gefühl, dass meine Lunge sich weigerte, sich erneut auszudehnen. Währenddessen stolzierte die Bestie auf mich zu, sie wusste, dass sie nun bereits gewonnen hatte. Ich blickte mich hilfesuchend um und sah, dass Victa einige Meter von mir entfernt lag. Die Lage war aussichtslos. Als das Monster seinen Kopf über mich schob, rang ich noch immer keuchend um Luft. Es entblößte seine Zähne, die wider Erwarten stumpf und platt waren.

 

»Toll, nun reißt es mich erst mit den Klauen in Stücke und zerdrückt mich dann mit den Zähnen«, dachte ich.

Doch in diesem Moment stieß etwas die Kreatur seitlich um. Ich nutzte die Situation und rappelte mich auf und rannte ein paar Meter weg, bis ich wieder zusammenbrach, da meine Rippen zu sehr schmerzten. Unterdessen stand auch das Monster wieder auf und fixierte mich abermals. Ich fragte mich, was mich das erste Mal aus den Fängen des Biestes gerettet hatte, und sah mich um. Alles, was ich erkennen konnte in dieser Dunkelheit, war die Kreatur, den Boden, in der Ferne den Wald und in der entgegengesetzten Richtung von der Bestie stand eine schemenhafte, menschliche Gestalt. Sie schien eine dunkle Tierhaut als Oberteil mit Kapuze zu benutzen. Ich sah ein, dass ich mich in einer ungünstigen Situation befand, liegend zwischen einem Magier und dieser Bestie, die nach meinem Leben trachtete. Dies schien auch der Magier zu bemerken, da er sich schnell auf mich zu bewegte, damit er sich zwischen mir und der Kreatur platzieren konnte. Als die Gestalt über mich hinwegsprang, meinte ich, dass ich den Mann kannte.